Kundenzufriedenheitsbefragungen ohne Einwilligung des Kunden sind wettbewerbswidrig

Kundenzufriedenheitsabfragen sind Werbung und nicht anders als andere telefonische Werbung oder Werbung per E-Mail zu behandeln. Zu diesem Urteil kamen mehrere Gerichte (z. B. OLG Köln, Urteil vom 30.03.2012, Az. 6 U 191/11; OLG Dresden, Urteil vom 24.04.2016, Az. 14 U 1773/13; KG Berlin, Beschluss vom 07.02.2017, Az. 5 W 15/17).

Allein die Geschäftsbeziehung zum Kunden, die durch den erteilten Werkstattauftrag entstanden ist, reicht nicht aus, um einen Telefonanruf oder eine E-Mail zu rechtfertigen, die werblichen Zwecken dient.

Achten Sie bitte deshalb stets darauf, die ausdrückliche Einwilligung des Kunden für eine Kundenzufriedenheitsabfrage bei der Erteilung des Auftrages zur Reparatur einzuholen.

Achtung: Selbst wenn Sie eine Kundenzufriedenheitsabfrage in derselben E-Mail versenden, in der z. B. auch die Rechnung zu finden ist, wird dies noch immer als Werbung und somit wettbewerbswidrig angesehen, sofern Ihnen keine ausdrückliche Einwilligung des Kunden vorliegt.