Tatsächlich angefallene Verbringungskosten sind zu erstatten

In seinem Urteil vom 27.11.2018 Az. 464 C 8813/13 bestätigte das Amtsgericht (AG) Hannover, dass die berechneten Verbringungskosten vollständig zu erstatten sind. Im vorliegenden Fall regulierte die beklagte Haftpflichtversicherung die Verbringungskosten von 155 auf lediglich 80 Euro mit der Ansicht, dass diese somit pauschal abgegolten seien.

Nach Ansicht des AG Hannover hat der Kläger allerdings Anspruch auf vollumfängliche Erstattung der tatsächlich angefallenen Verbringungskosten. Der Geschädigte könne zwar nur diejenigen Kosten ersetzt verlangen, die ein verständiger, wirtschaftlich denkender Mensch in der Lage des Geschädigten für zweckmäßig und notwendig erachten durfte, er sei jedoch nicht zu einer Erforschung des ihm zugänglichen Marktes verpflichtet.