Bremsprüfstände – Verwendung der Bremsprüfstände (BPS) für die Durchführung von HU und SP ab dem 01.01.2020

Ab Januar 2020 müssen alle Bremsenprüfstände, die für SP und HU verwendet werden, vollständig der Bremsenprüfstands-Rili entsprechen. Dies bedeutet, dass alle BPS über eine funktionierende, einheitliche Datenschnittstelle (ASA-Schnittstelle) verfügen müssen. Über diese ASA-Schnittstelle müssen ab diesem Zeitpunkt die Messdaten an die Prüfsoftware des Prüfingenieurs übertragen werden.  Neuere BPS, die nach 2011 installiert wurden, verfügen in der Regel über die entsprechende Schnittstelle. Ältere Systeme können zur Erfüllung der Anforderungen häufig nachgerüstet werden.

Wichtig ist, dass sowohl bei einer original verbauten als auch bei nachgerüsteten ASA-Schnittstellen ebenfalls die Anforderungen der "Gemeinsamen Information zu Voraussetzungen für die Anbindung der ÜI Produktivsysteme an den ASA-Livestream zum Zwecke der Bremswirkungsprüfung nach §29 StVZO" erfüllt sind.

Bisherigen Erfahrungen zeigen, dass viele der installierten ASA-Schnittstellen nicht oder nicht voll funktionsfähig sind. Damit ab dem 01.01.2020 bei der Verwendung der entsprechenden BPS keine Probleme auftreten, empfehlen die Überwachungsorganisationen und der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) dringend, alle ASA-Schnittstellen noch im Jahr 2019 auf ihre Funktion prüfen zu lassen. Sofern dies im Rahmen der regelmäßigen Stückprüfung und Kalibrierung noch nicht erfolgt ist, können die Prüfingenieure der Überwachungsorganisationen oder die Berater der Kfz-Innungen beziehungsweise Landesverbände angesprochen werden.