Keine Übergangsregelung für intelligente Tachographen

Seit dem 15.06.2019 ist der Digitaler Fahrtenschreiber der 2. Generation – auch intelligenter Tachograph genannt – in Neufahrzeugen verpflichtend vorgeschrieben.

Auf ZKF-Anfrage an das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) wurde bestätigt, dass es keine Übergangsfristen oder Ausnahmen zur Ausrüstung gibt.

Eine Ausnahme nach der Richtlinie 2007/46/EG für auslaufende Serien kann nicht erteilt werden, da diese Richtlinie den Verbau eines Tachographen nicht regelt. Die Verpflichtung einen Fahrtenschreiber zu verwenden, resultiert aus der Sozialvorschrift VO (EG) Nr. 561/2006.

Sollte ein Neufahrzeug, das nicht vor dem 15.06.2019 eine Erstzulassung erhalten hat, noch mit einem Digitalen Fahrtenschreiber der 1. Generation ausgerüstet sein, ist eine Umrüstung erforderlich.

Für Fahrer gilt, dass die bisher gültige Fahrerkarte auch in einem neuen Fahrtenschreiber verwendet werden darf. Es ist nicht erforderlich, sofort eine neue Karte zu erhalten, jedoch werden in Zukunft alle 1B-Karten durch 1C-Karten ersetzt. Die neuen 1C-Karten sind für alle Digitalen Tachografen verwendbar

Die Unternehmenskarte bleibt ebenfalls bis zum regulären Ablauf gültig.

Werkstätten haben zu beachten, dass Programmierung und Kalibrierung der neuen Fahrtenschreiber nur mit einer neuen Karte möglich ist. Zur Identifikation wird „G2“ auf die Karte gedruckt. Die neuen Karten funktionieren auch mit älteren Fahrtenschreibern.