Änderung in der DSGVO: Datenschutzbeauftragter erst ab 20 Personen Pflicht

Am 27. Juni 2019 beschloss der Deutsche Bundestag das „Zweite Datenschutz-Anpassungs- und Umsetzungsgesetz“, d. h. eine Änderung der EU- Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Eine neue wichtige Regelung betrifft die Änderung, dass zukünftig nicht ab 10 sondern erst ab 20 Mitarbeitern ein Datenschutzbeauftragter Pflicht ist, diesen zu bestellen. Möglich macht das eine nationale Änderung des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG), das jetzt in diesem Punkt von der ursprünglichen Auslegung der DSGVO abweicht. Infolge dieser Anhebung verringert sich die Anzahl der Handwerksbetriebe deutlich, die einen Datenschutzbeauftragten bestellen müssen. 

Das Problem jedoch bleibt bestehen, dass die Schwelle von 20 Mitarbeitern interpretierbar ist. Konkret geht es dabei um Personal, das sich "ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigt". 

Ausführliche Informationen erhalten Sie im Handwerk Magazin und in der Information des Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) >hier<.

Hintergrund: 
Ab 25. Mai 2018 gilt in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union neue Datenschutzregeln. Mit der Reform des Datenschutzrechtes wurde sichergestellt, dass in allen Mitgliedsstaaten derselbe Datenschutzstandard besteht. Der ZKF berichtete ausführlich in seinen Online-News und stellt Mustervorlagen im geschützten Mitgliederbereich in der Rubrik Recht, Unterpunkt Datenschutz - DSGVO zur Verfügung.