Abgasuntersuchung (AU): Nachweis der Messgenauigkeit von Abgasmessgeräten Nachweis der Messgenauigkeit von Abgas-Messgeräten

Karosseriefachbetriebe, in denen auch Abgasuntersuchungen (AU) durchgeführt werden, müssen ihr Abgasmessgerät (Viergas-/Trübungsmessgerät) seit dem 01.01.2019 bei ihrer nächsten Befassung (z.B. Eichung, Reparatur, Instandsetzung) von einem akkreditierten Kalibrierlabor kalibrieren lassen.

Um auch Prüfungen an Euro6- / EuroVI-Fahrzeugen durchführen zu können müssen die Abgastester die Genauigkeitsklassen „00“ oder „0“ bzw. eine Fehlergrenze von +/- 0,1 m-1 aufweisen.

Da viele im Feld befindliche Messgeräte diese Genauigkeitsklasse ab Werk nicht eingetragen haben, diese Genauigkeitsklasse aber theoretisch erfüllen würden, hat der Zentralverband des deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) den Vorschlag für eine „Vergleichsprüfung“ unterbreitet, um die, im Markt befindlichen, nicht für Euro 6/Euro VI-Fahrzeuge geeigneten Systeme bei der nächsten Kalibrierung durch ein akkreditiertes Kalibrierlabor in die entsprechende Genauigkeitsklasse zu überführen.

Dieser „Vergleichsprüfung“ hat das BMVI nun eine Absage erteilt. Im Antwortschreiben des BMVI heißt es, dass „die Kalibrierung der AU-Messgeräte durch akkreditierte Kalibrierlabore ausschließlich der jährlichen Kontrolle der Messgenauigkeit dient und nicht die hoheitliche Aufgabe der Bemusterung und „Typprüfung“ der AU-Messgeräte durch die PTB ersetzen kann.“

Die Fachbetriebe, die also künftig Abgasuntersuchungen an Euro 6- / EuroVI-Fahrzeugen durchführen wollen, kommen nicht um die Anschaffung eines Messgerätes der Genauigkeitsklasse „00“ bzw. „0“ herum.