ZDH-Information: Bundesfinanzministerium veröffentlicht Neufassung der GoBD

Am 18. Juli 2019 wurden neue, überarbeitete Aufzeichnungspflichten der „Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff“ (GoBD) vom Bundesministerium für Finanzen (BMF) veröffentlicht >hier<. Dabei sind die Gliederung und die Anordnung der Randziffern innerhalb der GoBD erhalten und unverändert geblieben.

Neuerungen, wie z. B. das Cloud-Technologien zukünftig uneingeschränkt verwendbar sind, wenn sie die übrigen Anforderungen der GoBD erfüllen oder aber auch, dass im Rahmen der elektronischen Aufbewahrung neben dem Scannen künftig auch das Abfotografieren von Belegen mit dem Smartphone erlaubt sind, wurden in der Überarbeitung berücksichtigt.

Hintergrund: Der ZKF berichtete über die Auswirkungen der im November 2014 veröffentlichten GoBD >hier<. Betroffen von der GoBD sind Unternehmen, da diese immer stärker in den Fokus der Finanzbehörden rücken. Bei Nichtbeachtung muss mit beachtlichen Konsequenzen und Geldstrafen gerechnet werden. Die GoBD 2019 gilt weiterhin für alle Steuerpflichtigen. Die Verantwortung für die ordnungsgemäße Einhaltung der GoBD trägt der Steuerpflichtige. Das gilt auch dann, wenn die Buchführung durch einen Steuerberater erfasst wird.

Die Notwendigkeit von einheitlichen Regelungen zur Führung von Daten in elektronischer Form wurde sowohl vom BMF, als auch von den Finanzverwaltungen der Länder im Lauf der Zeit erkannt. Die GoBD sollen eine einheitliche Praxis sicherstellen, denn in zunehmendem Maße werden Aufzeichnungen digital gespeichert und erfasst. Auch werden Dokumente in Papierform gescannt, damit sie in einem Datenverarbeitungssystem archiviert werden können. Damit werden neue Anforderungen an den Datenzugriff, aber auch den Datenschutz für die elektronische Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in Betrieben notwendig.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) weist in der Information auf die Änderungen in den „Aufzeichnungspflichten“ der GoBD >hier< hin.