Aktueller Stand des Berufsbildungsmodernisierungsgesetzes (BBiMoG)

Der Bundestag verabschiedete im Oktober die Änderungen des Berufsbildungsmodernisierungsgesetzes (BBiMoG). Damit soll die Attraktivität einer Berufsausbildung erhöht und die Abbruchquote verringert werden.

Kernpunkte der Novelle sind:

  • Mindestausbildungsvergütung
  • Freistellung für die Berufsschule
  • Freistellung zur Prüfungsvorbereitung
  • Lernmittelfreiheit
  • Freistellung für ehrenamtliche Prüfer/-innen

Der Azubi-Mindestlohn erhöht sich von 515 Euro im ersten Lehrjahr in den folgenden Jahren schrittweise auf:

           1. Ausbildungsjahr      2. Ausbildungsjahr      3. Ausbildungsjahr      4. Ausbildungsjahr

2020      515 Euro                     608 Euro                        695 Euro                        721 Euro

2021      550 Euro                     649 Euro                        743 Euro                        770 Euro

2022      585 Euro                     690 Euro                        790 Euro                        819 Euro

2023      620 Euro                     732 Euro                        837 Euro                        868 Euro

Ab 2024 wird es daran anschließend eine automatische jährliche Anpassung an die bundesweite Durchschnittsvergütung geben. Die Datenbasis dafür erhebt das Statistische Bundesamt. Nullrunden sind damit nicht möglich.

Neue Bezeichnungen für Fortbildungen
"Geprüfte/r Berufsspezialist/in", "Bachelor Professional" oder "Master Professional" werden die Abschlüsse in der höher qualifizierten Berufsausbildung - bislang Aufstiegsfortbildungen - künftig bezeichnet. Dabei soll die Gleichwertigkeit von beruflicher Fortbildung und einem Studium verdeutlicht werden.

Die Zustimmung des Bundesrats steht noch aus. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) bewertet die Auswirkungen dieses Gesetzes für die Betriebe >hier<.

Mit diesem Gesetzentwurf >hier< verfolgt die Bundesregierung das Ziel, die duale berufliche Bildung in Deutschland zu modernisieren und zu stärken. Das neue BBiMoG soll zum 1. Januar 2020 in Kraft treten