ZDH-Information: Bundesregierung verabschiedet weiteres Hilfspaket für Arbeitnehmer und kleine Betriebe

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) informiert über das weitere Hilfspaket der Bundesregierung, das am 22. April 2020 verabschiedet wurde. Davon profitieren insbesondere die Bezieher von Kurzarbeiter- und Arbeitslosengeld, aber auch Steuererleichterungen für kleine und mittelständische Unternehmen sowie Bezieher von Arbeitslosengeld, deren Bezugszeitraum verlängert wird. Auch durch die in der Corona-Krise belasteten Gastronomie soll mit dem ermäßigten Steuersatz von sieben Prozent der Mehrwertsteuer für Speisen ab dem 1. Juli - befristet bis zum 30. Juni 2021 - Hilfestellung erhalten. Bedürftige Schüler erhalten einen Zuschuss von 150 Euro für die Anschaffung von entsprechenden Geräten.

Ausführliche Informationen entnehmen Sie bitte der ZDH-Information zum Beschluss des Koalitionsausschusses >hier<.

Folgende Maßnahmen stehen für die ZKF-Mitgliedsbetriebe im Mittelpunkt:

Steuerentlastungen für kleine und mittlere Unternehmen: Da die für 2020 zu erwartenden Verluste durch die Corona-Krise schwer zu ermitteln sind, können betroffene Steuerpflichtige mit Gewinn- und Vermietungseinkünften die nachträgliche Herabsetzung der Vorauszahlungen zur Einkommen- oder Körperschaftssteuer für 2019 auf der Grundlage eines pauschal ermittelten Verlustrücktrag (§ 10 d Absatz 1 Satz 1 EstG) beantragen. Damit erhalten Unternehmen, die durch die Corona-Krise in diesem Jahr mit einem Verlust rechnen, eine Liquiditätshilfe durch die Erstattung der Finanzämter. Dafür ist eine Obergrenze von 15 Prozent geplant. Je Person können höchstens 1 Million Euro ausgeglichen werden – bei zusammen veranlagten Eheleuten 2 Millionen Euro.

Nach derzeitigem Recht könnten die Verluste erst im nächsten Jahr geltend gemacht werden. Die Inanspruchnahme des pauschal ermittelten Verlustrücktrags aus 2020 zur nachträglichen Herabsetzung der Vorauszahlung für 2019 erfolgt nur auf Antrag schriftlich oder elektronisch beim zuständigen Finanzamt.

Konkrete Details entnehmen Sie bitte dem Schreiben des Bundesfinanzministeriums (BMF) >hier< und der Information des Zentralverbands des Deutschen Handwerk (ZDH) >hier<.

Anhebung des Kurzarbeitergeldes: Dieses wird gestaffelt nach der Bezugsdauer auf bis zu 80 Prozent und für Eltern auf bis zu 87 Prozent angehoben. Die Erhöhung des Kurzarbeitergeldes wird abhängig gemacht von der Dauer der Zwangspause und davon, dass mindestens 50 Prozent der regulären Arbeitszeit ausfällt. Ab dem 4. Monat würden 70 oder 77 Prozent (Eltern), ab dem 7. Monat 80 oder 87 Prozent des Lohnausfalls gezahlt. Arbeitnehmer in Kurzarbeit dürfen vom 1. Mai bis zum Jahresende mehr dazuverdienen. Diese Regelung soll längstens bis zum 31.12.2020 gelten.