Corona-Krise: Entlastende Maßnahmen bei der Offenlegung von Jahresabschlüssen

Anlässlich der Corona-Krise hat das Bundesamt für Justiz (BfJ) entlastende Maßnahmen zu Gunsten derjenigen Unternehmen, insbesondere Kapitalgesellschaften beschlossen, die ihre Jahresabschlüsse bislang nicht fristgerecht einreichen konnten. Die gesetzliche Frist der Unternehmen zur Offenlegung des Jahresabschlusses bleibt dabei nach § 325 HGB >hier< bestehen. Vorrübergehende Änderungen wurden für Androhungs- und Ordnungsgeldverfügungen geschaffen.
Informationen zu den Änderungen erhalten Sie >hier<.

Hintergrund: Die Erstellung eines Jahresabschlusses gehört zu den grundlegenden Pflichten von Kaufleuten und Handelsgesellschaften. Unternehmen, wie insbesondere Kapitalgesellschaften sind verpflichtet, ihre Rechnungslegungsunterlagen beim Bundesanzeiger elektronisch offenzulegen, d. h. zu veröffentlichen oder im Unternehmensregister zu hinterlegen. Geschieht dies nicht rechtzeitig oder nicht vollständig, führt das Bundesamt für Justiz ein Ordnungsgeldverfahren durch. Verstößt ein veröffentlichter Jahresabschluss gegen Inhalts- oder Formvorschriften, wird das Bundesamt für Justiz prüfen, ob ein Bußgeldverfahren durchzuführen ist. Nicht gezahlte Ordnungsgelder, Bußgelder und Verfahrenskosten werden vollstreckt.
Weitere Informationen erhalten Sie auf auch auf den Seiten des Bundesamt für Justiz >hier<