Neues Förderprogramm für LKW-Abbiegeassistenten von 3,5 bis 7,5 Tonnen

Die Ausrüstung neuer LKW mit Abbiegeassistenten wird ab 2022 für neue Typgenehmigungen bzw. ab 2024 für Neuzulassungen vorgeschrieben. Vorgaben zur Nachrüstung von Bestandsfahrzeugen - abgesehen von bestimmten Lang-LKW - gibt es bislang nicht. Einzelne Städte und Kommunen diskutieren jedoch bereits heute über Einschränkungen für LKW ohne Abbiegeassistenten bei Einfahrten in die Innenstädte.

Unabhängig von der Debatte über zukünftige Verpflichtungen zum Einbau von Assistenzsystemen kann mit einer freiwilligen Nachrüstung die Verkehrssicherheit verbessert werden, weshalb ein neues Förderprogramm aufgelegt wurde.

Im Förderprogramm „AAS“ werden durch das BMVI erneut 10 Mio. Euro Fördermittel bereitgestellt. Die Zuwendung beträgt höchstens 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, maximal 1.500 Euro je Einzelmaßnahme. Für jeden Zuwendungsberechtigten sind grundsätzlich maximal 10 Einzelmaßnahmen pro Jahr förderfähig.

Informationen zum Programm sind auf der Seite der BAG veröffentlicht. Anträge werden über das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) abgewickelt und können bis zum 15. Oktober 2020 gestellt werden. Die Antragsunterlagen inkl. Ausfüllhilfen sind ebenfalls auf der Website der BAG zu finden.

Wichtiger Hinweis:
Im Unterschied zum Förderprogramm von 2019 sind in diesem Programm nur Nutzfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen und Kraftomnibusse mit mehr als neun Sitzplätzen einschließlich Fahrersitzplatz förderfähig, die im Inland für die Ausübung gewerblicher, freiberuflicher, gemeinnütziger oder öffentlich-rechtlicher Tätigkeit angeschafft und betrieben werden.

Mautpflichtige Fahrzeuge mit über 7,5t zul. GM sind nicht über das Förderprogramm „ASS“ sondern über „De-minimis“ zuwendungsberechtigt.

Mit einer relativ schnellen Ausschöpfung des Fördervolumens ist aufgrund der großen Nachfrage aus der Transportbranche zu rechnen, weshalb eine baldige Antragsstellung anzuraten ist.