Ausbilden lohnt sich!

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat in einer aktuellen Erhebung die Kosten und Nutzen der Ausbildung von Azubis untersucht.

Für das Ausbildungsjahr 2022/2023 beliefen sich die durchschnittlichen Bruttokosten pro Azubi auf etwa 26.200 Euro. Diese Kosten setzen sich aus Personalkosten, Ausbildungspersonal, Sachkosten und weiteren Aufwendungen zusammen. Im Gegenzug erarbeiteten die Auszubildenden Erträge von rund 18.100 Euro, was etwa 70 Prozent der Ausbildungskosten abdeckt. Bei einigen Azubis lagen die Erträge sogar über den Kosten. Weiterhin bleibt die Bereitschaft der Unternehmen, in die duale Ausbildung zu investieren, hoch. 2022/2023 wurden rund 9,7 Milliarden Euro investiert. Zudem gaben etwa 75 Prozent der ausbildenden Betriebe an, ihre Azubis nach der Ausbildung übernehmen zu wollen.

Die Kosten der externen Rekrutierung sind dagegen um 65% gestiegen. Neben den erhöhten Kosten birgt die externe Rekrutierung eine gewisse Unsicherheit, da geeignete Fachkräfte fehlen. Im Durchschnitt belaufen sich die Kosten auf etwa 13.700 Euro pro Stelle, wobei die Stellen häufig lange unbesetzt bleiben.

Die Studie zeigt deutlich, dass die duale Ausbildung auch weiterhin einen wichtigen Baustein in der Fachkräftegewinnung darstellt. Es ist dennoch wichtig, zukünftig geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen, welche eine qualitativ hochwertige und auch wirtschaftliche Ausbildung ermöglichen. (SF)