Zulassungszahlen 2025: Nutzfahrzeugmarkt mit deutlichem Rückgang

Der deutsche Nutzfahrzeugmarkt hat im Jahr 2025 spürbar an Dynamik verloren. Insgesamt wurden 390.987 Nutzfahrzeuge (Lkw, Busse und Zugmaschinen) neu zugelassen. Damit blieb das Ergebnis deutlich unter dem Vorjahresniveau.

Bei Lkw und Bussen summierten sich die Neuzulassungen auf 350.122 Fahrzeuge, ein Minus von 7 Prozent gegenüber 2024.

Rückgänge insbesondere im schweren Segment
Im Einzelnen zeigt sich folgendes Bild:

Transporter bis 6 t (ohne Busse): 274.275 Neuzulassungen (–5 %)
Lkw über 6 t (ohne Busse): 68.957 Neuzulassungen (–14 %)
  o 6–16 t: 15.812 Fahrzeuge (–22 %)
  o über 16 t: 53.145 Fahrzeuge (–12 %)
Sattelzugmaschinen: 29.072 Einheiten –9,8 %
Sattelanhänger: 26.114 Einheiten (–7 %)
Busse: 6.890 Einheiten (+28 %)

Damit trifft der Rückgang vor allem das für den herstellenden Fahrzeugbau besonders relevante schwere Segment. Die Investitionszurückhaltung im gewerblichen Güterverkehr spiegelt sich hier deutlich wider. Eine Ausnahme bildet das Bussegment: Die Neuzulassungen von Kraftomnibussen stiegen um 28 Prozent und lagen damit klar über dem Vorjahreswert.

Elektrifizierte Antriebe weiter im Aufwärtstrend
Trotz des insgesamt rückläufigen Marktes setzt sich die Elektrifizierung fort. Von den neu zugelassenen Nutzfahrzeugen entfielen: • 30.452 auf batterieelektrische Fahrzeuge (BEV)
• 6.503 auf Plug-in-Hybride
Der Anteil dieser Antriebsarten am Gesamtmarkt lag damit bei 9,5 Prozent. Für den Fahrzeugbau bedeutet dies: Der strukturelle Wandel hin zu alternativen Antrieben schreitet weiter voran – unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung.

EU-Markt: Vergleichbare Tendenzen
Auch auf europäischer Ebene zeigt sich ein ähnliches Bild. Nach Angaben des Branchenverbands ACEA gingen die Neuzulassungen 2025 zurück:
• Transporter bis 3,5t: - 8,8 %
• Lkw über 3,5t: - 6,2 %
Der europäische Lkw-Markt erreichte insgesamt 307.460 Fahrzeuge über 3,5t. Sowohl schwere Lkw über 16t (–5,4 %) als auch mittlere Klassen (–9,9 %) waren rückläufig.

Das Bussegment entwickelte sich dagegen auch EU-weit positiv und wuchs um 7,5 Prozent auf 38.238 Einheiten – getragen unter anderem durch das starke Wachstum in Deutschland.

Im Transporterbereich bis 3,5t (rund 1,45 Mio. Neuzulassungen) belasteten vor allem die großen Märkte das Ergebnis: Frankreich, Deutschland und Italien verzeichneten Rückgänge, während Spanien zulegen konnte.

Einordnung für die Betriebe im Fahrzeugbau
Die aktuellen Zahlen verdeutlichen: 2025 war von Zurückhaltung bei Investitionen in Nutzfahrzeuge geprägt – insbesondere im schweren Segment. Gleichzeitig gewinnt die Elektrifizierung weiter an Bedeutung und verändert Anforderungen an Aufbauhersteller und Umrüster.
Für die im herstellenden Karosserie- und Fahrzeugbau tätigen Unternehmen bleibt damit die Herausforderung bestehen, sich in einem insgesamt schwächeren Marktumfeld strategisch auszurichten. (DC)